Die Borkumer Süßwasserlinse

Die wichtigsten Dünengürtel erheben sich mehr als 10 Meter über den Meeresspiegel. Das in den Dünen gespeicherte Niederschlagswasser drückt somit auf das tiefer liegende Salzwasser und verdrängt dieses. Vergleichbar mit einem Eisberg „schwimmt“ die Süßwasserlinse auf dem umgebenen Salzwasser. Jeder Meter, den sich der Grundwasserspiegel über den Meeresspiegel erhebt, kann das Salzwasser bis zu 42 Meter nach unten verdrängen. Auf Borkum reicht die Süßwasserlinse bis etwa 60 Meter unter den Meeresspiegel.

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Die Bedeutung der Borkumer Stadtwerke für die Trinkwasserversorgung

Die Borkumer Stadtwerke organisieren die reibungslose Trinkwasserversorgung auf unserer Insel. Die von den Stadtwerken betriebenen Brunnen in den Trinkwassergewinnungsgebieten sind die Entnahmestellen.
Von hier aus wird Rohwasser zu den zwei Wasserwerken der Stadtwerke gepumpt. In diesen beiden Werken wird das Wasser aufbereitet, d.h. es wird Sauerstoff zugesetzt. Durch die Sauerstoffzufuhr werden Eisenmanganbestände gebunden, ausgefällt und schließlich wird das Wasser dann als letzte Stufe über große Kiesbecken (Kiesfilter) gefiltert.
Das Wasser wird dann in Reinwasserspeichern in den Wasserwerken Hindenburgstraße und Ostland vorgehalten. Der Hauptspeicher bzw. der zentrale Speicher in der Hindenburgstraße mit 2.000 Kubikmetern gewährleistet die Grundversorgung.
Von hier aus wird das Wasser zum Kunden befördert und fließt letztendlich aus den Wasserhähnen. Das Wasserwerk am Ostland ist ein reines Förderwasserwerk – das Trinkwasser wird hier durchgeleitet, um es im Wasserwerk in der Hindenburgstraße zu sammeln. Nur die Kunden, die zwischen Ostland und Hindenburgstraße wohnen, werden durch das Wasserwerk Ostland versorgt. Insgesamt können die Stadtwerke 2.000 - 2.500 Kubikmeter Wasser pro Tag speichern – das entspricht ungefähr einem Tagesbedarf der Insel im März.

Die ehemalige Funktion des Wasserturms

Der Wasserturm wurde 1900 im Zusammenhang mit der Einrichtung des Wasserwerkes der Insel Borkum errichtet. Früher gab es beschränkte Trinkwasserversorgungsnetze im Ort. Um das Wasser in die Wasserhähne zu befördern, musste ein Druck entstehen. Man hat also aus dem Trinkwassergebiet über Pumpen den Wasserturm befüllt und es entstand ein sogenannter hydrostatischer Druck. Dieser liegt bei 22 – 25 Metern bei 2,5 Bar und durch den Druck, der dann auf dem System lastete, erfolgte dann auch ein Druck beim Verbraucher. Dadurch landete das Wasser mit ausreichend Druck in unseren Wasserhähnen. Seit Anfang der 1970er stieg der Wasserverbrauch durch zunehmende Gästezahlen, Hotels und Neubauten stark an.

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Geschichte der Trinkwasserversorgung auf Borkum

Bevor die Stadtwerke die reibungslose Trinkwasserversorgung organisierten, bezogen Borkumer ihr Süßwasser aus Brunnen und Zisternen. Über Brunnen, die bis zu drei Meter tief in das Grundwasser reichten, förderten Insulaner sauberes Wasser. Zudem halfen Zisternen, Regenwasser zu sammeln. Diese sogenannten Regenbakken hatten eine durchschnittliche Länge von 2 bis 3 Metern, eine Breite von ca. 1 bis 1,50 Metern und waren etwa 1,50 Meter hoch. Regenwasser wurde z.B. in Dachrinnen aufgefangen und über ein Rohr ins Innere der Zisterne geleitet. In der Regenwasserzisterne hielt sich das Wasser frisch und kühl und konnte so als Trinkwasser oder zum Waschen genutzt werden.


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